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08.02.2022

Neues Jahr, neue Vorsätze

Alle Jahre wieder…

Jedes Jahr im Dezember wiederholt sich ein Ritual, dem man sich kaum entziehen kann: Das Ende des Jahres nähert sich, man blickt auf das vergangene Jahr zurück und zieht Bilanz. Oft verspüren wir dann den Drang, in unserem Leben etwas zu optimieren und uns und die Welt im neuen Jahr ein bisschen besser zu machen. Ging es dir auch so?

Vorsätze oder nicht, ich wünsche dir auf jeden Fall ein frohes und glückliches neues Jahr! Mittlerweile ist es ja bereits Anfang Februar und ein guter Zeitpunkt, um sich noch einmal genauer mit den Neujahrsvorsätzen zu beschäftigen. Tatsächlich überstehen die meisten guten Vorsätze kaum den ersten Monat des Jahres und sind schon nach einigen Wochen Geschichte. Warum das so ist, wie man Neujahrsvorsätze erfolgreich(er) umsetzt und wie es um meine persönlichen Vorsätze steht, darüber erfährst mehr im ersten Blogbeitrag des Jahres 2022.

Scrabble Teile des Wortes Resolutions

Neujahrsvorsätze - und warum sie so oft scheitern

Für ein neues Jahr nehmen wir uns oft viel vor: Die meisten Menschen wollen laut Umfragen an sich selbst einiges verändern (gesünder leben, abnehmen, Sport machen, mit dem Rauchen aufhören…) oder an ihren Beziehungen oder Karrieren arbeiten.

Aber egal wie erstrebenswert unsere Vorsätze sind, wir haben es wohl alle schon erlebt, dass die für das neue Jahr gefassten Ziele schon nach ein paar Wochen in Vergessenheit geraten sind. Damit sind wir in guter Gesellschaft: Mehr als jeder Dritte hat seine Vorsätze bis Ende Januar bereits aufgegeben und Studien legen nahe, dass insgesamt sogar 75 bis 90 Prozent aller Vorsätze scheitern.

Aber warum tun wir uns so schwer damit, unsere Vorsätze auch langfristig in die Tat umzusetzen? Einer der Hauptgründe liegt darin, dass die Vorhaben zu unkonkret sind: Gesünder zu leben, mehr Sport zu machen oder mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben, sind gut gemeinte Ziele, aber schwer zu realisieren, wenn sie nicht mit einem konkreten (Zeit-)Plan für die Umsetzung verbunden sind. Auch zu ambitionierte Vorhaben können eher zu Frustration als zu Erfolgserlebnissen führen.

Also lieber gar keine Vorsätze? Soweit muss man nicht gleich gehen. Damit du deine Vorhaben im neuen Jahr erfolgreich in die Tat umsetzen kannst, habe ich ein paar hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt, die sich in den letzten Jahren für mich bewährt haben.

Meine Auswahl an Tipps, um gute Vorsätze wirklich durchzuhalten

Das Internet ist voll von Ratschlägen, die dabei helfen sollen, gute Vorsätze auch in die Tat umzusetzen. Dabei kann man schnell den Überblick verlieren.
Hier präsentiere ich dir deshalb eine Auswahl von Tipps, die mir in den letzten 6 Jahren, in denen ich mich schon mit dem Thema beschäftige, am besten geholfen haben.

Das Wichtigste zuerst: Es geht immer um Kontinuität, denn um nachhaltig etwas zu verändern, müssen wir die Veränderungen erstmal über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.

1. BLEIBE REALISTISCH

Dieses Prinzip ist - meines Erachtens – der wichtigste Tipp überhaupt. Du solltest deine Vorsätze einfach und realistisch halten, um neue Gewohnheiten auch langfristig aufrechterhalten zu können.

Wenn du z.B. eine Morgen-Routine umsetzen möchtest und noch keine hattest, ist es wenig sinnvoll, direkt eine 60- oder 90-Minuten-Routine zu entwickeln. Diese wird sich nach einigen Tagen, im besten Fall nach ein paar Wochen, so anstrengend und zeitraubend anfühlen, dass du sie höchstwahrscheinlich aufgeben wirst… Ich kenne das aus eigener Erfahrung.
Wenn du dir stattdessen vornimmst, jeden Morgen nur 10 Minuten z.B. zu meditieren, zu lesen oder zu schreiben, ist es viel wahrscheinlicher, dass du diesen „Termin“ auch Tag für Tag einhältst. Nach etwa 3 Wochen wird diese Aktivität zur Gewohnheit und die Umsetzung klappt unbewusst und fast automatisch.

Kommt dir das zu wenig ambitioniert vor? Dann stelle dir ein kleines Schiff vor, das aus Spanien in Richtung USA über den Atlantik fährt. Wenn die Fahrtroute um nur 3° nach Süden verändert wird, wird das Schiff nach 6 Monaten irgendwo ganz anders ankommen (wahrscheinlich irgendwo in Südamerika). Genauso kann schon eine recht kleine „Kurskorrektur“ bei unseren Gewohnheiten über längere Zeit enorme Ergebnisse erzielen.

Wenn die 10 Minuten fester Bestandteil deines Alltags geworden sind, kannst du natürlich darauf aufbauen und sie schrittweise um jeweils 5 oder 10 Minuten erweitern.

Arm und Hand schreiben in einem Notizbuch, schwarze Kopfhoerer, Laptop Tastatur, Holzschreibtisch und Wecker 

2. BEHALTE DEIN ZIEL VOR AUGEN

Es werden Tage kommen, an denen es dir besonders schwer fällt, dabei zu bleiben. An diesen Tagen kann es helfen, die Gedanken auf dein „Warum“ zu lenken. Versuche, dir folgende Fragen zu stellen:

  • Aus welchem Grund hast du dich für genau diesen Vorsatz / dieses Vorhaben entschieden?
  • Wie fühlst du dich, wenn du deine neue Gewohnheit aufrechterhältst?
  • Wie würde sich dein Leben verändern, wenn du 6 Monate lang am Ball bleibst?

Diese Fragen bewusst für sich zu beantworten, kann helfen, die nötige Willenskraft auch an schwierigen Tagen aufzubringen und sich neu zu motivieren. Und sollte das doch mal nicht reichen....

3. BLEIBE DRAN - AUCH BEI RÜCKSCHLÄGEN

...Fange am nächsten Tag wieder dort an, wo du das letzte Mal aufgehört hast. Rückschläge sind normal und gehören dazu: Der Weg zum Ziel ist nur in sehr seltenen Fällen geradlinig.

Sei also nett zu dir und bringe etwas Selbstmitgefühl mit. Am besten betrachtest du den Weg selbst als das Ziel und konzentrierst dich darauf, wie du dich währenddessen veränderst und entwickelst.

Sei offen, neugierig und geduldig und versuche Bewertungen beiseite zu lassen. Du könntest Positives, Unerwartetes erleben, vielleicht wird dir sogar klar, dass du doch ein anderes Ziel verfolgen solltest als das, das du dir ursprünglich gesetzt hast.

4. SETZE DIR KLEINERE ETAPPENZIELE UND BELOHNE DICH

Kontinuität ist der Schlüssel zum Erfolg, aber statt gleich langfristig zu denken, kann es auch helfen, sich konkrete Etappenziele zu setzen: Für die Umsetzung der Morgen-Routine könntest du dir zum Beispiel 1 Woche, 3 Wochen, 2 Monate und 6 Monate als Etappenziele vornehmen.

Wenn du solche Meilensteine erreichst, feiere dich für deine Erfolge. Du hast etwas geleistet, also mache dir eine kleine Freude und gehe vielleicht auf ein Konzert, gönne dir eine Massage oder nimm dir ein paar Stunden frei, um in Ruhe einen Espresso in deinem Lieblingscafé zu genießen. Das wird dir zusätzliche Motivation geben, um weiterzumachen.

Achterbahn grau

5. STARTE JEDERZEIT - NUR NICHT AM 1. JANUAR

Ich kann mir persönlich keinen schlechteren Zeitpunkt vorstellen, um neue Vorhaben zu beginnen, als den 1. Januar.

Erstens sind viele am 1. Januar noch nicht wieder im Alltag angekommen. Wenn du eine neue Aktivität während deines Urlaubs startest, musst du deinen Ablauf vielleicht schon ein paar Tage später wieder umstellen, um sie auch in deinen Arbeitsalltag zu integrieren. Das erschwert dir die Umsetzung unnötig.
Zweitens ist der Januar einer der dunkelsten Monate des Jahres. Wir stecken mitten im Winter, da ist es ganz normal, nicht so viel Energie und Antrieb zu haben. Als Yin-Phase des Jahres lädt der Winter eher zu Introspektion und Rückzug ein, als zu konkreter Umsetzung. Deshalb ist dieser Monat eine gute Zeit, um darüber nachzudenken, was man genau ändern will, anstatt gleich durchzustarten.

Außerdem gibt es auch einen energetischen Faktor. Das klingt vielleicht etwas esoterisch, aber das Bewusstsein darüber, dass die Mehrheit der Vorsätze bis Ende Januar bereits aufgegeben sind, ist nicht gerade motivierend. Unterbewusst bereitet man sich schon auf einen Misserfolg vor.

Ich empfehle dir also, mit neuen Vorsätzen zu starten, wann auch immer du möchtest, unabhängig vom Kalender und sobald du den Bedarf nach Veränderung spürst und dich bereit fühlst.

Wie halte ich es mit meinen eigenen Neujahrsvorsätzen?

Tatsächlich habe ich meistens sehr wenige oder gar keine Neujahrsvorsätze, weil ich versuche, das ganze Jahr über im Blick zu behalten, was ich ändern möchte oder muss.
Dafür befolge ich genau die 5 Tipps, die ich dir verraten habe. Ich habe mittlerweile seit 6 Jahren eine Morgen-Routine. Die sieht heute ganz anders aus, als sie 2016 war, und ich schraube immer wieder an einigen Stellen, wenn ich das Gefühl habe, das etwas anderes besser passt. Irgendwann habe ich auch eine Abend-Routine entwickelt, um meinen Handy-Konsum und meine Social-Media-Hygiene zu verbessern.

Aktuell arbeite ich seit 3 Wochen daran, meinen Schlaf-Wach-Rhythmus zu ändern um etwas von meinem Nachteulen-Dasein wegzukommen und meine Tage produktiver und gesellschaftsfähiger zu gestalten.
Einen kleinen Vorsatz für 2022 habe ich aber doch: Ich habe mir – ausnahmsweise - am 1. Januar vorgenommen, mich mehr mit Oper und klassischer Musik zu beschäftigen. Dieses Jahr möchte ich mindestens 1-Mal pro Quartal in die Oper gehen und mindestens 3 Klassik-Konzerte besuchen.

Wie es damit steht? Zwei Konzert-Termine stehen schon und ich bin tatsächlich seit zwei Wochen meistens sehr müde, aber morgens früher wach. Nur mit dem früheren Einschlafen klappt es noch nicht so gut...Lass uns mal in 3 Monaten schauen, wie es aussieht!

Ich hoffe jedenfalls, du schaffst es mit diesen Tipps ebenfalls, kleine, aber bedeutende Veränderungen in dein Leben zu bringen, die dich etwas glücklicher machen und wünsche dir viel Erfolg und Freude dabei.

 Zwei Haende halten eine Wunderkerze in der Dunkelheit

 


Valeria Perrellis Porträt  lächelnd schwarz weiß

Hi, ich bin Valeria Perrelli, Pilates Trainerin, Polestar Practicioner of Pilates Studio und Inhaberin des Ora Pilates Studios.

Durch Pilates möchte ich Menschen die Bedeutung und Heilkraft bewusster Bewegung näherbringen. Es geht dabei nicht um das Erreichen von Mainstream-Schönheitsidealen, sondern um Körpergefühl, Kraft und Wohlbefinden.
Ganz unabhängig von Alter und körperlichen Voraussetzungen kann jeder von Pilates profitieren – besonders im Personal Training.

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